
Berufsunfähigkeitsversicherung
Berufsunfähigkeit bedeutet: Sie können Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr zu mindestens 50 % ausüben. Die gesetzliche Absicherung reicht dabei meist nicht aus – eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schließt diese Lücke.
Wie hoch ist das Risiko wirklich?
- 43 % aller Erwerbstätigen (20–50 Jahre) werden im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig
- Ein 30-jähriger Mann wird mit rund 41 % Wahrscheinlichkeit bis 65 berufsunfähig, eine 30-jährige Frau mit rund 37 %
- Häufigste Ursachen: psychische Erkrankungen wie Burnout und Depression (ca. 34 %), Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats wie Rückenleiden (ca. 20 %), Krebs (ca. 17,5 %)
- Nur rund 8 % der BU-Fälle gehen auf Unfälle zurück – eine Unfallversicherung allein reicht also bei Weitem nicht
Warum der staatliche Schutz nicht ausreicht
Die staatliche Erwerbsminderungsrente zahlt nur, wenn Sie überhaupt nicht mehr mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können – unabhängig vom erlernten Beruf. Ein Chirurg, der nicht mehr operieren kann, aber noch Bürotätigkeiten ausüben könnte, hat keinen Anspruch. Die durchschnittliche Zahlung liegt bei nur rund 950 €/Monat. Mehr dazu im Vergleich BU vs. Erwerbsminderungsrente.
Für wen ist eine BU besonders wichtig?
- Selbstständige – ohne jeden gesetzlichen Schutz
- Angestellte und Akademiker mit spezifischem Beruf
- Junge Menschen – hier ist der Beitrag am günstigsten und die Laufzeit am längsten
Als Faustregel gilt: 70–80 % des Nettoeinkommens sollten abgesichert sein.
Was die Kosten beeinflusst
Die Beiträge hängen stark vom ausgeübten Beruf ab – mehr dazu in den Berufsgruppen-Seiten unten. Als grobe Orientierung: 1–4 % des versicherten Monatseinkommens.
Alle Themen im Überblick
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Persönliche Beratung
Diese Absicherung braucht eine Gesundheitsprüfung – ein Sofort-Online-Abschluss ist hier nicht möglich. Jetzt unverbindlich einen Beratungstermin vereinbaren.
Verwandtes Thema: Erwerbsminderungsrente 2026 und Zusatzversicherungen im Vergleich.
Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Wann gilt man als berufsunfähig?
Berufsunfähigkeit bedeutet: Sie können Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr zu mindestens 50 % ausüben.
Warum reicht die staatliche Erwerbsminderungsrente nicht aus?
Die staatliche Erwerbsminderungsrente zahlt nur, wenn Sie überhaupt nicht mehr mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können – unabhängig vom erlernten Beruf. Ein Chirurg, der nicht mehr operieren kann, aber noch Bürotätigkeiten ausüben könnte, hat keinen Anspruch. Die durchschnittliche Zahlung liegt bei nur rund 950 € pro Monat.
Wie hoch ist das Risiko, berufsunfähig zu werden?
43 % aller Erwerbstätigen zwischen 20 und 50 Jahren werden im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig. Ein 30-jähriger Mann wird mit rund 41 % Wahrscheinlichkeit bis 65 berufsunfähig, eine 30-jährige Frau mit rund 37 %. Häufigste Ursachen sind psychische Erkrankungen (ca. 34 %), Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats (ca. 20 %) und Krebs (ca. 17,5 %). Nur rund 8 % der Fälle gehen auf Unfälle zurück.
Wie viel Einkommen sollte man absichern und was kostet das?
Als Faustregel gilt: 70–80 % des Nettoeinkommens sollten abgesichert sein. Die Beiträge hängen stark vom ausgeübten Beruf ab; als grobe Orientierung gelten 1–4 % des versicherten Monatseinkommens.
Kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung online abschließen?
Nein. Diese Absicherung braucht eine Gesundheitsprüfung – ein Sofort-Online-Abschluss ist nicht möglich.
Über den Autor
Uwe Kerner
Generalvertreter der HanseMerkur in Bremerhaven. Seit über 30 Jahren in der Versicherungsberatung, Schwerpunkt Kranken- und Altersvorsorge. Mehr über mich
