Suchtprävention im Betrieb

Kurz erklärt: Suchtprobleme sind in Betrieben häufiger präsent, als vielen bewusst ist – meist unsichtbar, bis Leistungsfähigkeit oder Sicherheit spürbar beeinträchtigt sind.

Wie verbreitet ist das Thema?

Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) konsumieren rund 7,9 Millionen Menschen im Alter von 18–64 Jahren in Deutschland Alkohol in gesundheitlich riskanter Menge; schätzungsweise 4–5 % der Beschäftigten erfüllen die Kriterien einer Alkoholabhängigkeit. In einer repräsentativen Befragung gaben 25 % der Beschäftigten an, in den vergangenen zwei Jahren problematischen Suchtmittelkonsum im eigenen Betrieb erlebt zu haben – Alkohol war mit 21 % das mit Abstand häufigste beobachtete Suchtmittel. Nach Erhebungen der AOK Rheinland/Hamburg gehen im Schnitt rund 15,3 Fehltage je 100 Versicherte auf Alkoholkonsum zurück.

Was können Betriebe tun?

Wichtig: Suchtprobleme benötigen fachliche Beratung – ein Betrieb kann sensibilisieren und den Weg dorthin erleichtern, aber keine Beratung oder Behandlung ersetzen.

Wo Sie Unterstützung finden: Wenden Sie sich an die örtliche Suchtberatungsstelle (kommunal, meist kostenlos) oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Quellen: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen / BZgA (dhs.de), AOK Rheinland/Hamburg.

Häufige Fragen
25 % der Beschäftigten haben in den letzten 2 Jahren problematischen Konsum im eigenen Betrieb erlebt.
Alkohol, mit 21 % der beobachteten Fälle.

Weitere Themen: Betriebliche Gesundheitsförderung

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